SteckbriefAnnex
Steckbrief – Daten, Fakten und Ereignisse
Die Turn- und Sportgemeinschaft Hoffenheim 1899 e. V. (kurz: TSG 1899 Hoffenheim) ist im Sinsheimer Stadtteil Hoffenheim beheimatet und hat 10.767 Mitglieder (Stand: 1. Juli 2019). Bekannte Trainer der TSG Hoffenheim sind u.a. Ralf Rangnick (07/2006 - 12/2010), Julian Nagelsmann (02/2016 - 06/2019) und Hansi Flick (07/2000 - 11/2005).
Die Fußballabteilung des Vereins wird im Jahr 2005 in die TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH mit Sitz in Zuzenhausen ausgegliedert. Die erste Profimannschaft der Herren spielt seit 2008/09 in der Fußball-Bundesliga. Die Heimspiele der ersten Mannschaft finden in der im Januar 2009 eröffneten Rhein-Neckar-Arena (PreZero-Arena) in Sinsheim statt; davor sind das Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim und das Carl-Benz-Stadion in Mannheim die Spielaustragungsstätten. Die Rhein-Neckar- bzw. PreZero-Arena bietet offiziell 30.150 Zuschauern Platz.
SAP-Mitgründer Dietmar Hopp hält per Dezember 2019 96 Prozent der Anteile an der TSG 1899 Hoffenheim Fußball-Spielbetriebs GmbH und kontrolliert Verein und GmbH. Dieses ist möglich, da er die TSG Hoffenheim zum Zeitpunkt der Übernahme bereits mehr als 20 Jahre lang unterstützt hat und so im Juli 2015 trotz der vom DFB festgelegten 50+1-Regel die Mehrheit der Stimmrechte übernehmen kann.
Wie viele andere Vereine in Deutschland entsteht die TSG Hoffenheim aus einem Turnverein heraus. Das Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts deutlich populärere Turnen ist zunächst Hauptstütze des Vereins. Ende der 1920-er Jahre wird im damaligen Turnverein eine Handballabteilung geschaffen. Gespielt wird – wie damals üblich - Feldhandball. Mit der Verdrängung des Feldhandballs durch Hallenhandball wird die Abteilung Anfang der siebziger Jahre aufgelöst. Grund - es fehlt eine geeignete Halle. Neben Leichtathletik ist Turnen die einzige heute noch in der TSG Hoffenheim existierende Sportart. Heute nicht mehr vorhandene, ehemalige Abteilungen innerhalb der TSG Hoffenheim sind Schach, Volleyball, Judo und Jiu-Jitsu.


Erfolgreich sind die Rhythmischen Sportgymnastinnen des Vereins. Die 1978 gegründete Abteilung nimmt 1983 und 1985 an den deutschen Meisterschaften teil. Mit dem aufkommenden Erfolg der Fußballer entwickelt sich die Rhythmische Sportgymnastik in der TSG hin zum Cheerleading. Im Jahr 2005 wird die Abteilung aufgelöst.Übrigens: Die Eingliederung der SG Hoffenheim/St. Leon in die TSG 1899 Hoffenheim erfolgt im Jahr 2007. Die Frauen spielen seit der Saison 2013/14 durchgehend in der Bundesliga. Ein männliches Cheerleading-Team gibt es nicht.
Die Jahre seit 2020 brachten für die TSG Hoffenheim einen tiefgreifenden Strukturwandel. Mäzen Dietmar Hopp zog sich schrittweise aus der aktiven Vereinsführung zurück. Die TSG positionierte sich als Ausbildungsverein mit Fokus auf junge Talente und technologiegetriebener Spielanalyse.
International qualifizierte sich Hoffenheim mehrfach für europäische Wettbewerbe, konnte dort aber nie den ganz großen Coup landen.