Fun Facts
Acht Randnotizen abseits der Hopp-Schlagzeilen: Phantomtor, Neun-Sekunden-Rekord, ein Notkeeper im BVB-Tor und der jüngste Bundesligatrainer aller Zeiten — die TSG als Fußnotenlieferant der Liga.
Was hinter Dietmar Hopps Engagement weniger bekannt ist
Hopps Förderung kennt jeder Fußballfan — die kuriosen Randnotizen rund um die TSG dagegen kaum.
Dass 1899 Hoffenheim von Dietmar Hopp unterstützt wird, wissen die meisten Fußballfans in Deutschland. Weniger bekannt ist das hier…
Wie Tom Starke von Babbel weggejagt wurde — und beim FCB Titel sammelte
Markus Babbel verbannt 2012 Publikumsliebling Tom Starke — der wechselt ausgerechnet zum FC Bayern.
Hoffe und die Torhüter: Tim Wiese ist der Aussitzer bei 1899 Hoffenheim, Tom Starke ist Publikumsliebling. TSG-Coach Markus Babbel sieht das im Sommer 2012 offenbar anders und jagt den Keeper weg. Starke wechselt ausgerechnet zu Babbels Ex-Klub FC Bayern München und wird dort bis zu seinem Abschied auf der Ersatzbank oder Tribüne sechsmal Deutscher Meister und Champions-League-Sieger 2013. Immerhin zehnmal kommt der Vertreter von Manuel Neuer in der Bundesliga noch zum Einsatz.
Wie Großkreutz im BVB-Tor Hoffenheim vor dem Abstieg rettete
Am 18. Mai 2013 muss Kevin Großkreutz nach Weidenfellers Roter ins BVB-Tor — Salihovic trifft und rettet die TSG.
Der eingesprungene Aushilfs-Kevin: Dortmund, 18. Mai 2013. Für 1899 Hoffenheim geht es im letzten Spiel der Saison beim BVB um alles. Die Borussia führt lange mit 1:0, ,,Hoffe“ wäre damit abgestiegen. Dann die aus Sicht der Gäste unglaubliche Wende – in nur fünf Minuten!
Sejad Salihovic (77.) nutzt erst einen Foulelfmeter zum 1:1. Dann sieht BVB-Keeper Roman Weidenfeller die Rote Karte und es gibt wieder einen Elfmeter. Da Dortmunds Coach Jürgen Klopp schon drei Mal gewechselt hat, muss mit Kevin Großkreutz ein Feldspieler ins Tor. Salihovic lässt dem eingesprungenen Aushilfs-Kevin keine Chance und jagt den Ball wuchtig in die Tor-Mitte.
2:1, Hoffenheim ist gerettet!
Wie das Phantomtor von Sinsheim die Torkamera erzwang
Stefan Kießlings Kopfball schlüpft am 18. Oktober 2013 durch ein Loch im Netz — Auslöser für die Torkamera ab 2015/16.
Wegbereiter der Torkamera: Am 18. Oktober 2013 wird in Sinsheim Bundesligageschichte geschrieben. Weil ein Loch im Netz ist, gelangt der Kopfball von Leverkusens Stefan Kießling ins TSG-Tor. Keiner kann es sich erklären, Kießling jubelt nur verhalten, die Hoffenheimer schauen sich verdutzt an und Schiedsrichter Felix Brych erhält die Information, die zigtausend TV-Zuschauer haben, auch nicht.
Es gibt noch keinen Videobeweis, nicht mal die Torkamera. Leverkusen gewinnt mit 2:1, nun legt Hoffenheim Protest ein, der abgeschmettert wird. Aber er hat eine segensreiche Folge: zur Saison 2015/16 wird die Torkamera eingeführt.
Der Prolog zu diesem neuen Kapitel des Fußballs wird zwei Jahre zuvor in Sinsheim geschrieben.
Volland trifft Neuer nach neun Sekunden — Bundesligarekord
Kevin Volland überwindet Manuel Neuer am 22. August 2015 nach neun Sekunden — schneller war keiner.
Kevin fast allein an der Spitze: Ein Hoffenheimer ist der schnellste Torschütze der Bundesligahistorie. Kevin Volland, der 2016 nach Leverkusen wechselt, überwindet am 22. August 2015 Bayern Münchens Torhüter Manuel Neuer schon neun Sekunden nach dem Anpfiff. Genauso schnell ist nur Leverkusens Karim Bellarabi (2014 in Dortmund).
Marvin Compper — der erste und einmalige TSG-Nationalspieler
Marvin Compper wird als erster Hoffenheimer ins DFB-Team berufen — und kommt genau ein einziges Mal zum Einsatz.
Der erste Nationalspieler von ,,Hoffe“ ist Marvin Compper: Der Innenverteidiger wird von Bundestrainer Joachim Löw aber nur ein einziges Mal nominiert und aufgestellt – und zwar beim 1:2 gegen England am 19. November 2008 in Berlin.
Nur einmal Tabellenführer am Saisonende — und das in der Oberliga
In ihrer jüngeren Geschichte stand die TSG nur ein einziges Mal ganz oben — Oberliga Baden-Württemberg 2000/01.
Nur ein einziges Mal auf Platz 1: Die TSG 1899 Hoffenheim steht in ihrer jüngeren Vereinsgeschichte nur einmal am Saisonende auf Rang 1: in der Oberliga Baden-Württemberg in der Saison 2000/01. Der Sprung von der Regionalliga in die 2. Liga gelingt 2007 als Vizemeister, ebenso verhält es sich beim Bundesligaaufstieg 2008.
Nagelsmann mit 28 — der jüngste Cheftrainer der Bundesligahistorie
Julian Nagelsmann übernimmt im Februar 2016 die TSG und wird mit 28 Jahren jüngster Cheftrainer der Bundesligageschichte.
Julian Nagelsmann übernimmt den Posten des Cheftrainers der Profimannschaft der TSG Hoffenheim Mitte Februar 2016. Da ist er genau 28 Jahre, sechs Monate und 15 Tage alt. Und ist der jüngste Cheftrainer in der Bundesligageschichte (Stand Dezember 2019). Allerdings nur wenn man Bernd Stöber nicht mitzählt.
Der ist 1976 für ein Spiel Interimstrainer des 1. FC Saarbrücken im Spiel gegen den 1. FC Köln. Da ist er 24 Jahre alt. Doch: Stöber agiert als Aushilfe, Nagelsmann als von vorne herein festangestellter Retter und nicht als Interimslösung.
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