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Trainingsgruppe 2: Gisdols Aussortierte im Sommer 2013
Markus Gisdol verbannt fünf etablierte Profis vom Training und Spielbetrieb – ein Kader-Pranger, den die TSG nach öffentlicher Kritik im September 2013 wieder kassiert.
Spieler wie Daniel Williams, Igor de Camargo und Chris haben den Verein verlassen. Bis dato etablierte Kräfte wie Tim Wiese, Tobias Weis, Edson Braafheid, Matthias Jaissle und Matthieu Delpierre werden von Trainer Markus Gisdol aussortiert und in die sogenannte „Trainingsgruppe 2“ versetzt. Diese darf nicht mit den anderen Spielern trainieren und nimmt auch nicht am Spielbetrieb der zweiten Mannschaft teil.
Nach heftiger öffentlicher Kritik wird sie im September 2013 aufgelöst. Zur Rückrunde verlassen bis auf Tim Wiese alle Spieler den Verein.
Pokal-Pleiten: Hoffenheim und der verschmähte Weg nach Europa
Seit dem Aufstieg 2008 reißt im DFB-Pokal stets spätestens im Viertelfinale der Faden – dreimal in Folge sogar schon in Runde zwei.
Pokal-Pleiten: Den ,,kürzesten Weg nach Europa“ über den DFB-Pokal scheint 1899 Hoffenheim kalt zu verschmähen. Seit dem Bundesliga-Aufstieg 2008 kommt der Klub nie weiter als bis ins Viertelfinale. Von 2017 bis 2019 ist dreimal in Folge in der zweiten Runde Schluss.
Die letzte Teilnahme unter den besten acht Teams gibt es 2014/15 (Stand Dezember 2019), als man erst nach Verlängerung beim BVB (2:3) ausscheidet!
Das Null-Quoten-Spiel: Mainz gegen Hoffenheim 2019
Vier Bundesliga-Partien der Saison 2018/19 blieben bei Sky unter der Messgrenze von 5.000 Zuschauern – eine davon mit TSG-Beteiligung.
Keine Lust auf Hoffe: Der TV-Sender Sky präsentiert in der Saison 2018/19 266 Bundesliga-Partien. Im Schnitt schalten fünf Millionen Zuschauer am Spieltag ein, alleine die Topspiele zwischen Borussia Dortmund und Bayern München sehen jeweils über zwei Millionen Menschen. Doch es gibt auch Spiele, die „keine Sau“ sehen will.
In der Saison 2018/19 sind es genau vier Spiele, die unter dem technisch messbaren Bereich (mindestens 5.000 Zuschauer) bleiben und somit statistisch gesehen von null Personen gesehen werden. Es sind: Mainz 05 gegen VfL Wolfsburg am 26. September in einer englischen Woche und drei Partien vom letzten Spieltag der Saison 2018/19. Hertha BSC gegen Bayer 04 Leverkusen, VfL Wolfsburg gegen den FC Augsburg und Mainz 05 gegen 1899 Hoffenheim.
TSG im Liga-Vergleich
Die Hopp-Affäre und die 50+1-Debatte
Ein Schmähplakat im Münchner Stadion macht aus einem Bundesligaspiel eine Grundsatzdebatte über Mäzenatentum, Investorenmacht und die Zukunft der 50+1-Regel.
Schmähplakat in München: Wie Hopp zum Symbol einer Grundsatzdebatte wurde
Bayern-Ultras zeigen in München ein Schmähplakat gegen Dietmar Hopp – das Spiel wird zur Grundsatzdebatte über 50+1 und Mäzenatentum.
Schiedsrichter Christian Dingert unterbricht das Spiel zweimal. Die Bayern-Spieler stellen sich demonstrativ vor das Plakat und zeigen Solidarität mit Hopp. Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß umarmen den TSG-Mäzen vor laufenden Kameras. Die DFL droht mit Spielabbrüchen und Geisterspielen. Die Debatte um Mäzenatentum, 50+1 und die Kommerzialisierung des Fußballs erreicht einen neuen Höhepunkt.
TSG — Financial Stability Score
Hoffenheim ist ein bilanzielles Paradox: Hervorragende EK-Quote (71,4%) bei gleichzeitig höchster PK-Quote der Liga (61,7%). Übersetzt: Hopp hat viel Geld reingesteckt (hohes EK), aber die laufenden Kosten fressen es auf. Ohne Hopp wäre Hoffenheim weder in der Lage, Bundesliga-Gehälter zu zahlen, noch den Spielbetrieb am Standort Sinsheim aufrechtzuerhalten. Die zentrale Frage: Was passiert nach Hopp?