Boris Vukčević: - Der Autounfall: Boris Vukčević beginnt 1995 beim hessischen Klub SV Staufenberg mit seiner fußballerischen Karriere. Im Sommer 2008 wechselt er zur zweiten Mannschaft der TSG 1899 Hoffenheim. Am letzten Spieltag der Saison 2008/09 kommt er beim 3:2-Auswärtssieg beim FC Schalke 04 in der Bundesliga zum Einsatz.
Seit Beginn der Saison 2009/10 steht er auch regelmäßig im Aufgebot der ersten Mannschaft und erzielt am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart sein erstes Bundesligator. Vukčević durchläuft verschiedene deutsche Jugendnationalmannschaften und kommt 2008 zu einem Einsatz in der U-19 und zwischen 2009 und 2010 auf zwei Einsätze in der U-20. Seit 2010 ist er U-21-Nationalspieler und kommt dort auf sechs Einsätze. Die Bundesliga-Karriere scheint vorgezeichnet.
Dann folgen zwei Katastrophenjahre. Am 2. April 2011 erleidet er im Spiel gegen den Hamburger SV einen Wadenbeinbruch und fällt bis Ende November 2011 aus. Im Herbst 2012 verunglückt er schwer mit dem Auto und fällt ins Koma.
Aus diesem erwacht er später wieder. Sein bis zum Sommer 2014 laufender Vertrag wird von Hoffenheim nicht verlängert. Geschäftsführer Peter Rettig versucht zu beschwichtigen: „Wenn Boris wieder Fußball spielen kann, wird er einen Vertrag bei der TSG 1899 Hoffenheim bekommen.“ Besonders tragisch: Die rechtsmedizinische Auswertung der ärztlichen Unterlagen bezüglich des Autounfalls 2012 ergibt eine akute Unterzuckerung als Unfallursache.
Vukčević ist Typ-1-Diabetiker und hat bereits im Oktober 2010 einen Autounfall aus diesem Grund. Ein Jahr nach seinem Unfall erklären seine Eltern in einem Interview, dass er gute Fortschritte erzielt habe „auf dem Weg zurück in ein normales Leben.“ Am 2. April 2014 zeigt er sich anlässlich eines Besuches bei seiner Mannschaft zum ersten Mal wieder in der Öffentlichkeit. In der Bundesliga sieht man ihn aber nie wieder.